Archive: August 2011

Briefgold berichtet: Die Goldgräberkinder

Briefgolds Burggeschichten und Goldträume

Natürlich stellt man sich in jungen Jahren vor, in einem großen Schloss zu wohnen, mit teurem Schmuck und Edelsteinen behängt zu sein und ein Land zu regieren. Doch man ist auch reich, wenn man Omas Garten umgraben darf, oder es einfach tut, oder einen großen Sandkasten bearbeitet, nur um eine von Bauarbeitern verlorene Schraube zu finden. In früheren Zeiten gab es Länder voll Gold, zumindest wurde das im “alten Europa” gemutmaßt. Bestes Beispiel ist El Dorado. Solche Mythen sind heutzutage weniger verbreitet. Das mindert allerdings nicht die Faszination der Menschen, speziell der Kinder. Und vielleicht ist es sogar die Unwahrscheinlichkeit etwas im eigenen Hausgarten zu finden, dass viele Enthusiasten dazu bringt, mal eben den Garten umzugraben.

Goldstatue

http://fotopedia.com

Im Schatzgarten

Meine Oma hatte damals einen kleinen Garten vor dem Haus, der an einem Hang lag. Wir träumten vom Goldgräbersein. Also gruben wir immer wieder in dem Garten herum. Dass dort Blumen wuchsen, war nicht so wichtig wie die größte Goldentdeckung der Welt! Immer wieder fanden wir auch Katzengold, kleine Brocken, die uns in die Finger fielen, mit Erde und Lehm verdreckt waren und auch manchmal nicht mal echt waren, sondern nur kleine abgebrochene Kieselsteine, die mit viel unserer Fantasie doch teurer und wichtiger wurden. Und immer, wenn einer von uns etwas fand, bemühten wir uns noch mehr, etwas zu finden. 

Kinderträume und Schätze

Ja, die Träume der Kinder, aber wenn man wirklich etwas gefunden hatte, dann war der Teufel los. So begannen wir nicht nur den Garten umzugraben, sondern natürlich auch den Sandkasten. Einmal fand ich etwas Hartes, Spitzes und grub tiefer. Es war ein kleiner Dolch, sechskantig, bestimmt habe ich ihn noch größer in Erinnerung, als er wirklich war, aber es war toll. Ich musste ihn unbedingt allen zeigen und freute mich sehr! Auch wenn ich nicht die erfolgreichste Goldgräberin war, den Dolch hatte ich entdeckt. Und wenn ich mal nichts gefunden hab, konnte ich mich auch mit ein paar Goldbären trösten.